Markt in Ubud – Alles eine Frage des Handelns

In Ubud sollte man sich nicht den täglichen Markt entgehen lassen. Den Ubud Traditional Art Market findet Ihr auf der Hauptstraße im Zentrum Ubuds. In den frühen Morgenstunden findet man auf dem Markt Obst, Gemüse und andere Lebensmittel. Im Laufe des Tages wandelt sich der Markt dann in einen Touristenmarkt voller Souvenirs und Krimskams.

Morning Market für Locals – Obst, Gemüse & Co.

Wer frisches Obst und Gemüse kaufen will, muss früh aufstehen! Der Morning Market, der zu 99 Prozent nur von Einheimischen besucht wird, findet täglich von ca. 5-9 Uhr morgens statt. Wann offiziell auf- und abgebaut wird, können wir Euch leider nicht sagen. Wir waren zweimal um 5.45 Uhr dort. Dann herrschte aber schon Trubel und einige Einheimische hatten Ihre Körbe schon voll. Gegen 7.30 Uhr hatten wir schon das Gefühl, dass einige Verkäufer anfingen einzupacken und das Angebot war auch nicht mehr so groß.

Das frühe Aufstehen lohnt sich! Nicht nur die Atmosphäre zwischen den ganzen Locals ist toll. Obst und Gemüse bekommt Ihr hier viel günstiger, als im Supermarkt. Dafür dürft Ihr Euch aber nicht scheuen, zu handeln! Sonst werdet Ihr hier leider bei den meisten Verkäufern abgezogen. Mehr zum Thema Handeln, findet Ihr weiter unten.

Leider gibt es auf dem Markt nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch lebende Hühner, denen vor den Augen des Käufers das Genick gebrochen wird. Als Veganer wurde uns beim Anblick direkt ganz anders… Die wohl grausame Seite Balis 🙁

Touristenmarkt am Nachmittag – Kleidung & Souvenirs

Nachmittags haben wir ebenfalls zweimal den Touristenmarkt besucht. Dort reihen sich kleine Stände aneinander, deren Verkäufer dich direkt anquatschen, wenn du an ihnen vorbei gehst. Schnappen sie von dir auch nur ein Wort wie „Sarong“ auf, rufen sie dir direkt zu „Sarong, Sarong? Cheap price! Only for you!“

Das bunte Treiben ist schon echt witzig, auch wenn die Verkäufer einem teilweise ganz schön auf den S*** gehen können. In Ruhe gucken, ohne festgehalten zu werden, ist hier nicht. Dennoch finden wir, dass sich ein Besuch lohnt, denn es gibt tolle Souvenirs zu kaufen. Oft haben wir im Internet gelesen, dass sich Touristen beschweren, es gäbe hier nur Kitsch. So empfanden wir das allerdings nicht. Der ein oder andere Holzpenis ist zwar schon dabei, aber wir haben uns ein paar coole Baumwollhosen und Sarongs mitgenommen. Ein Sarong sollte sowieso nie im Gepäck fehlen, denn den braucht Ihr, um diverse Tempel betreten zu dürfen.

Handeln – Das A & O auf den Märkten Balis

Als Tourist werdet Ihr wahrscheinlich niemals den gleichen Preis, wie ein Einheimischer bekommen. Ihr solltet Euch dennoch der Kultur Balis anpassen, in der Handeln ein essentieller Bestandteil eines Marktbesuches ist. Aber wie handelt man richtig und woher weiß ich, wann ich bei einem fairen Preis angelangt bin?

Bei uns hat die folgende Taktik super funktioniert:

Schaut Ihr ein Produkt etwas interessierter an, wird Euch der Verkäufer wahrscheinlich direkt einen Preis nennen. Für eine lange, luftige Hose fingen die meisten bei 150.000 IDR an. Wir hatten uns vorher im Internet und bei unseren Gastgebern informiert, wie viel so eine Hose kosten sollte. Demnach war das erste Angebot des Verkäufers dreimal so hoch. Unsere erste Reaktion war dann ein nettes Lachen und die Aussage „150.000? Noooo, way to expensive.“ Beim ersten, wahrscheinlich vollkommen überteuerten Angebot könnt Ihr also ruhig Eurer „Entsetzen“ zeigen. Wichtig ist nur, dass Ihr immer freundlich bleibt und lächelt.

Der Verkäufer wird dann automatisch mit dem Preis runtergehen oder Euch fragen, was Eurer Preis ist. Hier sollte man natürlich schon einen Endpreis im Kopf haben, den Ihr bereit seid zu bezahlen. Dann schlagt Ihr ein Angebot vor, was ein paar Tausend unter diesem Preis ist. Der Verkäufer wird Euch wahrscheinlich entsetzt angucken, lachen und sagen er würde Bankrott gehen. Jetzt ist Fingerspitzengefühl angesagt. Handelt je nach dem, wie viel Ihr Euch zumutet. Natürlich solltet Ihr auch einen fairen Preis anbieten, man will die netten Balinesen ja nicht ausnehmen! Habt im Hinterkopf, dass Handeln ein fester Bestandteil der Kultur Balis ist und nichts mit „Geiz“ zu tun hat.

Was bei uns in 90 Prozent der Fälle geholfen hat: Waren wir mit dem Preis nicht zufrieden, lehnten wir dankend ab und drehten uns um, bereit zu gehen. Dann riefen uns bis jetzt fast alle Verkäufer zurück, um uns einen besseren Preis anzubieten. Das ist der Moment, in dem Ihr zuschlagt! Die Verkäufer schlagen anschließend mit dem verdienten Geld meistens auf Ihre Ware, da das Glück für’s Geschäft bringen soll.

Preise für Obst und Kleidung

Hier sind ein paar Preise, an denen Ihr Euch orientieren könnt. Bei Obst hängt der Preis sicherlich auch von der Saison ab. Wir waren im September dort.

  • 1 Kg Mangos – 20.000 IDR
  • Eine mittelgroße Papaya – 15.000 IDR
  • Eine Mini Banane – 500 IDR
  • Eine kleine Durian – 20.000 IDR
  • Ein „Honigmelonen-großes“ Stück Jackfruit – 10.000 – 15.000 IDR
  • Eine Ananas – 7.000 IDR
  • Eine Trinkkokosnuss – 10.000 IDR
  • Lange, luftige Hose – 50.000 IDR
  • Kurze, luftige Hose – 35.000 IDR
  • Günstiger Sarong (hier gibt es große Unterschiede, je nach Stoffart, Qualität, Goldverzierungen etc.) – 30.000 IDR

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