Alice Springs – Wüstenstadt im Outback

Autor Backpackerbuddies Isabelle
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geschrieben von Isabelle

Über mich

Alice Springs liegt so ziemlich in der Mitte Australiens und ist die einzig größere Stadt, die wir bei unserer Reise durch das Outback durchquert haben. Alice Springs liegt mindestens 1.500 Kilometer von anderen größeren Städten entfernt und ist damit, so wie alles im Outback, weit ab vom Schuss. Im Vergleich zu deutschen Städten, ist Alice Springs mit 27.000 Einwohnern immer noch sehr überschaulich.
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Sehenswürdigkeiten in Alice Springs

Alice Springs School of the Air – Das größte Klassenzimmer der Welt

Fest auf unserem Sightseeing Plan für Alice Springs stand die School of the Air. 

1951 wurde die Schule gegründet, um auch Kindern im Outback eine gute Bildung mit sozialen Kontakten zu ermöglichen.  Die School of the Air ist das weltweit größte Klassenzimmer, denn die Schüler kommen aus einem Gebiet von 1.300.000 m2, was ungefähr das Dreifache von Deutschland ist.

Ein Kind darf sich in die Schule einschreiben, wenn es mindestens 50 Kilometer von einer staatlichen Schule entfernt wohnt. Die Kinder wachsen zum Beispiel auf Rinderfarmen, Raststätten oder Polizeistationen auf. Diese liegen alle im Nirgendwo, weswegen der Unterricht über Radio (damals) und Video (heute) der einzige soziale Kontakt zu Gleichaltrigen bedeutet. Auf dem Bild haben die Kinder dargestellt, wo sie herkommen.

Einmal im Jahr wird jedes Kind, egal wo es wohnt, von einem Lehrer besucht. Im gezeigten Video konnten wir sehen, wie sehr sich die Kinder freuen, teilweise zum ersten Mal ihren Lehrer live zu sehen. Die Schule organisiert außerdem 3-4 Mal im Jahr Veranstaltungen, bei denen die Kinder eine Woche lang in Alice Springs zusammenkommen. Die Schüler sehen dann endlich ihre Mitschüler in Person, die sie sonst nur hören oder über einen Videochat sehen können. Wir haben erfahren, dass die Eltern die Anreise und Unterkunft für diese Veranstaltungen aus eigener Tasche bezahlen. Der Schüler, der am weitesten von der Schule entfernt lebt, muss dabei über 1.000 Kilometer fahren, um nach Alice Springs zu gelangen. Wenn Regenzeit ist, kann es sein, dass manche Straßen gesperrt sind, weswegen manche Familien hunderte Kilometer lange Umwege fahren, nur damit ihre Kinder, diesen wichtigen sozialen Kontakt bekommen. Wir fanden es super faszinierend!

Die Ausstattung (Satelliten- und Computer) kosten übrigens um die $15.000 AUD pro Kind und werden vom Staat zur Verfügung gestellt. Lehrmaterial, sowie Klassenarbeiten und einige Hausaufgaben werden per Post zugestellt. Das Bild zeigt ein Satelliten Radio, mit dem die Schüler und Lehrer kommunizieren. Heutzutage läuft allerdings fast alles über Computer.

Für $11 AUD Eintritt pro Person bekamen wir einen 30-minütigen Film über die Schule gezeigt. Anschließend wurde noch ein kleiner Vortrag einer Lehrerin gehalten, bei dem man Fragen stellen konnte. Wir haben Einiges über diese einzigartige Schule erfahren.

Viel Trubel und teure Campingsplätze

Über Alice Springs hatten wir im Vorhinein gespaltene Meinungen gehört. Manche sagen, man kann dort locker eine Woche verbringen, andere behaupten, es gäbe eigentlich nichts zu sehen. Der Blick in den Reiseführer und unsere Wiki Camps App bestätigte uns eher, dass die sehenswerten Sachen eher um Alice Springs herum liegen.

Wir wollten trotzdem eine Nacht in der Stadt verbringen und hatten uns den G’Day Mate Caravan Park ausgesucht. In Alice Springs taten wir uns mit der Suche nach einem guten Campingsplatz schwerer, denn die Stadt ist leider sehr kriminell. Bei vielen anderen Plätzen haben wir oft gelesen, dass dort regelmäßig nachts in die Campervans eingebrochen wird… und das während die Leute darin schlafen!

Als wir gegen 10 Uhr vormittags am besagten Caravan Park ankamen, war dieser leider schon komplett ausgebucht. Wir hatten dann auch keine Lust noch mehr Geld in einem anderen Park auszugeben. Die Preise lagen bei $50 AUD für eine powered site. Da es noch früh war, entschlossen wir uns, die Stadt anzugucken und noch am selben Tag 200 Kilometer weiter zu fahren. Wir reservierten uns schnell eine powered site im Ti Tree Roadhouse für nur $25 AUD die Nacht!

In der Stadt haben wir dann leider einen kleinen Kulturschock erlitten. Wir wollten zunächst unsere Vorräte im Supermarkt aufstocken. Im Stadtzentrum war viel Verkehr und irgendwie war alles ziemlich gequetscht. Wir mussten drei Runden um den Block fahren, um einen Parkplatz zu finden auf den wir mit unserem Campervan überhaupt drauf kamen. Wir möchten uns gar nicht vorstellen, wo die wirklich großen Wohnmobile oder Caravans parken.

Leider müssen wir hier auch einmal erwähnen, wie viele Obdachlose es in Alice Springs gibt. Auf den Straßen lungerten ziemlich viele komische Gestalten herum. Wohl gefühlt haben wir uns nicht wirklich.

 

Wir hoffen dir hat dieser Blogpost über Alice Springs trotz seiner Knappheit gefallen! Unserer Meinung nach bietet die Umgebung von Alice Springs deutlich mehr als die Stadt. Ein Aufenthalt von mehr als einem Tag lohnt sich nicht, aber das ist nur unser persönlicher Eindruck. Hinterlass uns doch gerne einen Kommentar, wenn du das anders siehst!

Safe Travels
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2 Kommentare
  1. Unglaublich, was für ein Aufwand da betrieben wird. Kann man sich gar nicht vorstellen

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    • Nicht wahr? Das Gebiet, aus dem die Schüler kommen ist unvorstellbar groß und die Kinder leben total isoliert. Wenn man sich auf einen Hausbesuch des Lehrers freut, muss das schon was heißen 😀

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