Coober Pedy – Opalstadt im Outback

Autor Backpackerbuddies Isabelle
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geschrieben von Isabelle

Über mich

Am 9. Tag unseres Outback Roadtrips kamen wir in Coober Pedy an. Hinter uns lagen etliche Kilometer, auf denen wir nichts außer Wüste, Emus, tote Kängurus am Straßenrand und ein paar Autos sahen. Die letzte Tankstelle lag 270 Kilometer hinter uns. Seit wir unsere Reise planten, wollten wir unbedingt nach Coober Pedy. Nun waren wir endlich dort!

Coober Pedy liegt in South Australia, mitten im Outback. Die Stadt wurde in den 1920ern bekannt, als dort die ersten Opale gefunden wurden. Seitdem kamen unzählige Leute dorthin und versuchten ihr Glück in den Opalminen.

Autor Backpackerbuddies Isabelle
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Sehenswürdigkeiten in Coober Pedy

Wir haben uns zwei Tage Zeit genommen, um uns Coober Pedy anzuschauen. Wirklich groß ist die Stadt nicht, aber es gibt Einiges zu entdecken! Zwei Drittel der Bevölkerung leben übrigens unter der Erde in sogenannten „dugouts“, denn dort ist es das ganze Jahr über angenehme 20 Grad warm.

Omoona Opal Mine & Museum

Das kostenlose Museum ist definitiv sehenswert. Dort konnten wir Einiges über die Geschichte von Coober Pedy erfahren. 1915 wurde der erste Opal gefunden, woraufhin immer mehr Minenarbeiter nach Coober Pedy kamen, um die wertvollen Opale zu finden. Der Name der Stadt stammt aus der Sprache der Aborigines. „Kupa Piti“ heißt so viel wie „weißer Mann im Loch“.

Faye’s Underground Home

Unser Highlight in Coober Pedy war die Besichtigung eines „Underground Home“. Faye’s Underground Home wurde von drei Frauen in den 1960ern in Handarbeit ausgegraben. Für nur $10 AUD pro Person kann man das unterirdische Zuhause sowie die daneben liegende Opalmine, in der Faye damals viele Opale fand, besichtigen.

Es war beeindruckend, wie groß das Haus war. Die drei Frauen arbeiteten tagsüber in der Opalmine und in ihrer Freizeit gruben sie mit dem Pickel das Haus aus. Es gibt drei Schlafzimmer, eine Küche, ein Wohnzimmer, einen Weinkeller und sogar ein Ankleidezimmer!

Führung durch eine Opalmine

Bei der anschließenden Führung durch die Opalmine genossen wir eine Privatführung, da wir die einzigen Besucher waren. Dort wurde uns erklärt, dass die Arbeit in der Opalmine früher auch alles Handarbeit war. Es gab keine Maschinen, mit denen die Tunnel gebohrt wurden. Erkennst du etwas außergewöhnliches auf dem Bild der beiden Tunnel? Erinnert es dich an etwas? Schreib uns doch in die Kommentare, wenn du es auch siehst 😉

Wir haben auch gelernt, dass keiner so wirklich weiß, ob ein Opalsucher erfolgreich ist oder nicht. Das ganze Opal Business ist eine „cash industry“. Minenarbeiter behaupten meistens, dass sie kein Glück bei der Suche haben und sich gerade so noch ihr Essen leisten können. Dabei können sie super reich sein. Da man ihnen nicht nachweisen kann, ob sie wertvolle Opale ausgraben und die Opale in bar verkauft werden, zahlen die Minenarbeiter quasi keine Steuern an den Staat. Außerdem wäre man ja schön blöd, zu verraten, wo sich die fetten Opale verstecken 😀

Mittlerweile ist die Minenarbeit im Stadtzentrum verboten, weswegen sich alle Opalfelder rund um Coober Pedy herum befinden. In der Opalmine, die wir besichtigt haben, befinden sich wohl noch so einige Opale, die nun aber nicht mehr ausgegraben werden dürfen. Unser Guide hat uns an den Wänden sogar kleine Hinweise auf Opale gezeigt. Am liebsten hätten wir angefangen loszugraben 😀

Manche Bewohner bauen sich einfach immer mehr Zimmer in ihrem dugout an, um bei den Bauarbeiten rein zufällig auf Opale zu stoßen. Eine kluge Art, das Verbot zu umgehen. Unser Guide wusste von einem Haus, dass tatsächlich schon 18 Zimmer hat.

Känguru Auffangstation

Abends haben wir pünktlich zur Känguru Fütterung ein Känguru Waisenhaus besucht. Dort werden angefahrene Kängurus gepflegt oder kleine Joeys, deren Mutter überfahren oder erschossen wurde, groß gezogen. Oft lebt das kleine Baby im Beutel der Mutter noch, wenn die Mutter am Highway von einem Auto erwischt wurde. Das war uns vorher gar nicht so bewusst. Wir sind an so vielen toten Kängurus vorbei gefahren und haben nie daran gedacht, dass sich noch ein Joey im Beutel befinden könnte. Es war unglaublich süß, die kleinen Racker mal so nah zu sehen und zu streicheln. Gefüttert haben wir die größeren Kängurus übrigens mit Bananenchips und Wasabi.

Der Eintritt ist kostenlos, aber die Besitzer freuen sich sehr über eine Spende, denn sie finanzieren die Auffangstation komplett aus eigener Tasche. Solltet ihr mal in Coober Pedy sein, findet Ihr die Kängurus in der 131-133 Hutchison Street.

Camping in Coober Pedy

Dank der Wiki Camps App, die wir jedem Camper in Australien empfehlen können, haben wir einen der sechs begehrten Plätze bei Gary bekommen. Offiziell heißt der Campingplatz „Op Shop“ und ist auf der Marquardt Street. Für den Platz mit Power und Wasser haben wir $20 AUD für beide Nächte bezahlt. Die Dusche ist jedoch nur im Sommer warm, was wohl der einzige Nachteil an diesem Campingplatz ist. Wir können den Platz für den Preis nur empfehlen! Andere Campingplätze in Coober Pedy sind nämlich viel teurer. Einen unglaublichen Sonnenuntergang haben wir auch noch gesehen und der ist nichtmal bearbeitet!

Solltet ihr jemals in Coober Pedy sein, lasst euch die oben genannten Sachen nicht entgehen und versucht eurer Glück doch mal in der öffentlichen „Noodling Area“. Dort könnt ihr selbst nach Opalen suchen. Wir hatten natürlich kein Glück… oder wir verraten es nur nicht 😀

Safe Travels
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2 Kommentare
  1. Hey Isabelle, ich danke Dir für diesen tollen Beitrag über Coober Pedy. Ich wollte mir schon lange mal diese Stadt, vor allem wegen des ehemaligen Bergbaus, anschauen. Unglaublich, dass die Arbeit in der Opalmine früher auch alles Handarbeit war.

    Antworten
    • Hallo Lisbeth,
      wir freuen uns sehr, dass dir der Artikel gefallen hat!
      Hoffentlich kommst du bald mal nach Coober Pedy, es lohnt sich 🙂
      Liebe Grüße,
      Isabelle & Flo

      Antworten
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