Lady Elliot Island – Paradiesische Insel im Great Barrier Reef

Autor Backpackerbuddies Isabelle
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geschrieben von Isabelle

Über mich

Das Great Barrier Reef in Australien ist wahrscheinlich nicht nur Tauchern und Schnorchelfans ein Begriff. Das größte Korallenriff der Welt erstreckt sich über eine Länge von 2.300 Kilometern an der Ostküste Australiens. Das Great Barrier Reef beginnt im Süden mit der Koralleninsel Lady Elliot Island und erstreckt sich bis hin zur Torres-Straße im Norden Australiens. Das Great Barrier Reef gehört zu den UNESCO Weltnaturerben. Wer den Namen Great Barrier Reef hört, denkt sofort an bunte Korallen, noch buntere Fische und eine Artenvielfalt, wie sie sonst nirgendwo auf der Erde zu finden ist.
Autor Backpackerbuddies Isabelle
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Über mich

Unsere bisherige Erfahrung mit dem Great Barrier Reef

Unsere erste Erfahrung beim Schnorcheln am größten Korallenriff der Welt, auf den Whitsunday Islands, war allerdings das genaue Gegenteil. Tote Korallen soweit das Auge reichte und kaum Meeresbewohner, die man in ihrem Treiben beobachten konnte. Schau gerne auch bei unserem Whitsunday Islands & Whitehaven Beach Erfahrungsbericht vorbei.

Unser zweiter Versuch, das Great Barrier Reef in seiner bunten Farbenpracht zu sehen, sollte auch in die Hose gehen. Wir haben am Abend vor dem Schnorchelausflug, der in Cairns starten sollte, unsere Tour wegen eines angekündigten Unwetters noch kurzfristig abgesagt. Das Glück war echt nicht auf unserer Seite…

Enttäuscht, dass wir eines der Hightlights Australiens wohl nicht mehr in seiner Farben- und Artenvielfalt erleben würden, sind wir aus Cairns nach Hervey Bay zurückgekehrt, um unseren Job als Rezeptionisten im Woolshed Hostel anzutreten. Als Rezeptionisten haben wir im Woolshed unter Anderem ein- und mehrtägige Touren zu verschiedenen Zielen in und um Queensland verkauft.

Lady Elliot Island – das noch gut erhaltene Korallenriff?

Eines dieser Ziele ist Lady Elliot Island, eine 45 Hektar kleine Insel vor der Fraser Coast, die zu den besten Orten Australiens zählt, um das Great Barrier Reef zu erkunden. Lady Elliot wird auch „Home of the Manta Ray“ genannt, da sich dort wohl besonders oft Mantarochen herumtreiben. Wir hatten zuvor noch nie etwas von dieser Insel gehört. Die Gäste, für die wir Touren dorthin buchten, waren nach dem Ausflug begeistert und hörten nicht auf zu schwärmen. Der Preis für einen Tagesauslug nach Lady Elliot Island ist nicht ohne, aber wir wollten dem Great Barrier Reef noch eine Chance geben.

Lady Elliot Island Touren & Preise

Das Korallenriff auf Lady Elliot Island ist sehr gut erhalten, da die Insel ausschließlich per Propellerflugzeug erreichbar ist und Boote das Riff so nicht beschädigen können. Außerdem dürfen maximal 150 Personen zeitgleich auf der Insel sein. Zu diesem Zweck zahlen wir dann auch gerne etwas mehr. Ein Tagesausflug von Hervey Bay kostet pro Person je nach Saison etwa 260-270 Euro (inklusive Hin- und Rückflug). Dabei hat man effektiv 7 Stunden Zeit, die Insel und das Riff zu erkunden. Bucht man den Flug einzeln kosten Hin- und Rückflug zusammen 200€ von Hervey Bay aus. Eine Übernachtung in der günstigsten Unterkunft auf der Insel bekommt man ab 104 Euro pro Person, je nach Gästeanzahl und Jahreszeit.

Stand: September 2018

Mehr Informationen zu Preisen und Angeboten findet ihr auf der Website von Lady Elliot Island

Dank unseres Jobs im Hostel haben wir einen Rabatt auf die Preise bekommen, weshalb wir „nur“ 240 Euro pro Person für eine Übernachtung in der günstigsten Unterkunft inklusive Hin- und Rückflug bezahlt haben.

Der Hinflug zur Lady Elliot Island

Zwar habe ich keine wirkliche Flugangst, gerne fliege ich allerdings trotzdem nicht. Dass wir in einer wirklich kleinen Propellermaschine zur Lady Elliot Island geflogen sind, hat die Sache nicht besser gemacht. Nach kurzer Wartezeit am Flughafen von Hervey Bay sind wir mit 11 anderen Passagieren und dem Piloten an Bord gegangen und endlich sollte es losgehen.

Lady Elliot Island kann man übrigens nicht nur von Hervey Bay, sondern auch von Bundaberg, Brisbane und der Gold Coast besuchen.

Der Flug selber war wirklich entspannt und der Blick über die Fraser Küste und das türkisblaue Meer haben sowieso für alle „Strapazen“ entschädigt. Da zu der Zeit, als wir zur Lady Elliot Island geflogen sind, auch Whale Season in Hervey Bay war, konnten unsere Mitreisenden sogar einige Buckelwale aus dem Flugzeug heraus entdecken. Wir saßen leider auf der falschen Seite… Dennoch war alleine der Flug schon eine tolle Erfahrung mit einer „Scenic View“ 🙂

Tag 1 auf Lady Elliot Island

Angekommen auf der Insel konnten wir es kaum erwarten, endlich schnorcheln zu gehen. Zunächst gab es allerdings noch einen Willkommensdrink und eine kurze Einweisung, wie wir uns auf der Insel zu verhalten haben und wann man wo ins Wasser steigen darf.

Da wir beide (noch) keinen Tauchschein haben, haben wir die Insel mit Schnorchel, Taucherbrille, Wetsuit und Flossen unsicher gemacht. Die gesamte Ausrüstung hat im Verleih für zwei Tage 22 Euro pro Person gekostet. Bei den hohen Preisen für den Ausflug hätten wir uns gewünscht, dass die Ausrüstung zum Schnorcheln inklusive ist und man auf dieser paradiesischen Insel nicht nochmal den Geldbeutel zücken muss. Aber die paar Euro haben den Braten auch nicht mehr fett gemacht.

Unsere Unterkunft im Lady Elliot Eco Resort

Nach der Einweisung haben wir noch schnell unsere Rucksäcke in unser Zimmer für die Nacht gebracht. Wir sind in der günstigsten Unterkunft, einer Eco Lodge untergekommen. Die Eco Lodge ist im Grunde genommen ein großes Zelt mit Holzrahmen, allerdings mit ganz normalen Betten, Nachttischen und einigen Regalen. Was uns etwas verwundert hat war die Tatsache, dass man die Zimmer nicht abschließen kann. Ein etwas ungutes Gefühl hatten wir schon dabei, unsere Wertsachen einfach im Zimmer liegen zu lassen. Aber ehrlich gesagt glauben wir, dass das Publikum auf Lady Elliot Island etwas gehobener und nicht auf schnelles Geld aus ist. Am Ende ist auch alles gut gegangen.

Der erste Schnorchelgang auf Lady Elliot Island

Da der „Manta Trail“ wegen zu starken Windes geschlossen war, haben wir uns für den ersten Schnorchelgang für eine andere Strecke entschieden. Nach einem etwas holprigen Einstieg ins Wasser konnten wir anschließend problemlos durch das kunterbunte Korallenriff schwimmen. Wir waren hin und weg! Genauso haben wir uns das Great Barrier Reef immer vorgestellt. Es war wirklich ein unbeschreibliches Gefühl, endlich an dem Ort zu sein, von dem man so lange geträumt hat. Auch heute ist es immer noch schwer in Worte zu fassen, welche Gedanken uns durch den Kopf gingen und welche Gefühle wir gefühlt haben. Pure, unbändige Freude und leichte Aufregung treffen es wahrscheinlich am besten. Die buntesten und vielfältigsten Fische, die wir je gesehen haben. Gesunde Korallen in jeglichen Formen und Farben soweit wir im klar-blauen Wasser sehen konnten. Wir waren sofort verzaubert.

Keine 2 Minuten waren wir im Wasser und schon haben wir tatsächlich einen Hai entdeckt. Nach einem kurzen Schock kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus. Es war zwar nur ein Schwarzspitzen-Riffhai, der vielleicht 1,5 m lang war, aber die Tatsache, dass wir gerade tatsächlich mit einem Hai schwimmen, war für uns unglaublich. Ganz friedlich ist er etwa 5 Meter unter uns am Boden des Riffs entlang geschwommen. An unserem ersten Tag haben wir beim weiteren Schnorcheln noch einige große Schildkröten, unzählige Fischarten und einen Teppichhai entdeckt. Der Manta Trail blieb wegen des Windes und der Strömungen leider den ganzen Tag geschlossen, weshalb wir auch keine Mantarochen sehen konnten.

Abendessen und Sonnenuntergang im Paradies

Ein Tagesauslug beinhaltet keine Verpflegung. Bei einer Übernachtung auf Lady Elliot Island sind allerdings Abendessen am ersten und Frühstück am zweiten Tag inklusive. Unser Abendessen war wirklich ausgezeichnet. Es gab ein Buffet, an dem selbst wir als Veganer eine großzügige Auswahl hatten. Es gab verschiedene Gemüse, Brote, ein Reisgericht und mehr. Selbst einen extra veganen Nachtisch hat man uns ohne Nachfrage zubereitet, nachdem wir uns lediglich über vegane Speisen am Buffet informiert hatten.

Nach dem Abendessen sind wir zum Leuchtturm spaziert, dem besten Fleck auf der Insel um dem Sonnenuntergang zu schauen. Mit Blick auf das offene Meer haben wir den Tag am Strand ausklingen und alles noch einmal Revue passieren lassen. Der perfekte Abend für einen unbeschreiblichen Tag.

Die darauf folgende Nacht war allerdings alles andere als perfekt. Wie weiter oben bereits beschrieben, waren die „Wände“ unserer Eco Lodge Zeltwände. Da sich Lady Elliot Island mitten auf dem Meer befindet, ging nachts extremer Wind, der die Zeltwände ununterbrochen gegen das Holzgestellt prallen ließ. Wir haben kaum ein Auge zubekommen und waren am nächsten Morgen todmüde. Sollten wir jemals wieder nach Lady Elliot Island reisen, was wir vorhaben, werden wir definitiv eine Unterkunft mit festen Wänden buchen!

Tag 2 auf Lady Elliot Island

Unser Frühstück bestand aus Kaffee, Brötchen mit Marmelade und Cornflakes mit Sojamilch, dem Klassiker für Veganer in Hotels. Für Alles-Esser gab es natürlich eine deutlich größere Auswahl. Anschließend sind wir sofort zur Information gegangen, um uns über den Manta Trail zu erkundigen. Leider war dieser immer noch geschlossen und so konnten wir auch am zweiten Tag nicht mit Mantarochen schwimmen… echt schade!

Buckelwale – Unsere erste Begegnung in freier Wildbahn

Der zweite Tag war ein noch ein wenig windiger als der erste und die Luft- und Wassertemperatur lag bei ca. 20°C. Durch den stärkeren Wind war auch der Wellengang an diesem Tag stärker. Bevor wir uns also in kühle Wasser begaben, setzten wir uns erstmal auf eine kleine Bank direkt am Strand und beobachteten das Meer. Wir waren ein bisschen traurig, dass wir keine Chance bekommen sollten, den Manta Trail zu entdecken. Aber plötzlich sah Isabelle nicht allzu weit entfernt einen Buckelwal aus dem Wasser springen. Wahnsinn! Das erste Mal in unserem Leben sahen wir Buckelwale in freier Wildbahn und das so nah vor unseren Augen. Was für eine krasse Erfahrung! Das Gefühl beim anschließenden Schnorchelgang, ganz in der Nähe von so mächtigen Tieren zu schwimmen, war unbeschreiblich. Natürlich haben wir gehofft, dass die Wale sich etwas näher an die Küste bewegen würden und wir mit ihnen schwimmen können, was allerdings nicht der Fall war. Als wir uns später die Aufnahmen unserer GoPro angesehen haben, hörten wir tatsächlich die Wale singen! Das hatten wir vor lauter Aufregung im Wasser gar nicht mit eigenen Ohren gehört.

Dafür haben wir wieder kleine Haie, große Schildkröten und viele bunte Fische entdeckt. Wir sind quasi den ganzen Tag geschnorchelt. Zwischendurch haben wir eine einstündige Fahrt mit einem Glass Bottom Boat gemacht, bei der wir noch etwas über die Insel und die Artenvielfalt lernen konnten. Diese kleine „Tour“ beinhaltete auch einen Gruppen Schnorchelgang, bei dem der Guide uns nochmal ein paar besondere Korallen und Fische gezeigt hat.

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Rückflug nach Hervey Bay

Um 17 Uhr saßen wir schließlich im Flugzeug zurück nach Hervey Bay. Nach kurzem Zwischenstopp in Bundaberg sind wir da gelandet, wo wir einen Tag zuvor abgehoben sind. Zwei Wahnsinns-Tage lagen hinter uns. Auf der Taxifahrt vom Flughafen „nach Hause“ konnten wir unser Glück kaum fassen. Wir waren vollgepumpt mit Endorphinen
Angekommen im Woolshed Backpackers haben wir unseren Kollegen im Hostel noch von Lady Elliot Island vorgeschwärmt, bevor wir uns sofort die Fotos und Videos angeschaut haben, die wir mit der GoPro aufgenommen haben und anschließend müde und zufrieden ins Bett fielen.

Unser Fazit zu Lady Elliot Island – Das Paradies im Great Barrier Reef

Wir können Lady Elliot Island uneingeschränkt empfehlen. Auch wenn es etwas teurer ist, als ein klassischer Ausflug mit Boot auf das offene Meer, ist das Great Barrier Reef auf der Insel so gut erhalten, dass sich ein Aufenthalt dort mehr als lohnt.

Lady Elliot Island selber ist ein absolutes Paradies auf Erden. Die Tatsache, dass es auf der gesamten Insel keinen Handyempfang gibt und man ungestört die Natur genießen kann, trägt zu der unbeschreiblichen Erfahrung bei. Wir würden immer wieder kommen und werden es eines Tages mit Sicherheit auch tun.

Bis heute haben wir keinen Ort gefunden, der eine so schöne Unterwasserwelt zu bieten hat wie diese kleine Insel mitten im Ozean!

Safe Travels
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