Nimbin und Minyon Falls

Autor Backpackerbuddies Isabelle
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geschrieben von Isabelle

Über mich

In Byron Bay haben wir uns für einen Tag einen Mietwagen genommen, um das subtropische Hinterland zu erkunden. Unsere Tagesziele waren das Hippiedorf Nimbin und die bekannten Minyon Falls.
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Tagesausflug von Byron Bay nach Nimbin

Am Morgen des 8. Februars 2017 sind wir von unserem Hostel in Byron Bay Richtung Ortskern aufgebrochen. Wir hatten keinen Mietwagen reserviert und sind einfach auf gut Glück zur Autovermietung Hertz gegangen. Dort haben wir dann den kleinsten und günstigsten Wagen gemietet, der zur Verfügung stand. Die Mietpreise in Australien sind echt nicht ohne. Am meisten kostet die Versicherung. In Australien ist man nämlich, im Gegensatz zu Deutschland, nicht verpflichtet sein Auto zu versichern. Ist man unter 25 Jahre alt, erhöht sich die Versicherung oft nochmal um Einiges! Insgesamt haben wir letztendlich $115 AUD (ca. 85 Euro) für einen kleinen Toyota bezahlt.

Etwa 70 km fuhren wir über schlecht asphaltierte, schmale und kurvige Landstraßen. Blöd, dass unser einziges Navigationssystem Google Maps war und es im Hinterland nicht überall Netzempfang gab. Als wir dann endlich in Nimbin angekommen waren, fuhren wir erstmal am Ort vorbei. Wir wussten nicht, dass Nimbin quasi nur aus einer Straße besteht. Das Auto haben wir dann einfach am Straßenrand abgestellt und sind die kleine Straße aka. der Ortskern langspaziert.

Nimbin hat definitiv einige crazy Shops. Der Ort ist sehr bunt und die Läden sind toll dekoriert. Sehr skurril sind auch die dort angebotenen Sachen, wie zum Beispiel Bücher über die Heilkraft von Hanf etc.

Gibt es wirklich Cannabis in Nimbin?

Wer glaubt in Nimbin freiverkäufliches Marihuana zu bekommen liegt allerdings falsch. Es wird wohl in Nimbin selbst Cannabis angebaut (wird scheinbar vom Staat toleriert, obwohl es in Australien illegal ist. So wirklich verstanden haben wir das nicht…). In den Läden hängen jedoch überall Schilder, dass dort kein Cannabis verkauft wird. Letztendlich muss man wahrscheinlich nur durch die Hintertür gehen und bekommt dann doch etwas angeboten…

Wanderung zu den Minyon Falls

Nach etwa 30 Minuten hatten wir genug von Nimbin gesehen und machten uns auf den Weg zu den Minyon Falls. Google Maps funktionierte aufgrund des schlechten Handyempfangs nicht mehr, weswegen wir zwischendurch anhalten und nach dem Weg fragen mussten. Der Weg führte uns über eine Schotterpiste, die jedoch eine offizielle Straße war. Keine Ahnung, ob wir dort überhaupt mit unserem kleinen Mietwagen fahren durften, aber es führte kein Weg daran vorbei. Irgendwann kamen wir dann an einem kleinen Parkplatz an. Wir wunderten uns, ob wir richtig waren, denn nur drei weitere Autos parkten dort.

Zufällig kamen uns zwei deutsche Mädchen entgegen, die uns erzählten, dass die Wanderung zum Wasserfall der Horror wäre. Sie hätten vier Stunden gebraucht, sich verlaufen und es am Ende nichtmal ans Ziel geschafft. Na super… wir ließen uns aber nicht so schnell entmutigen. Mit jeweils 3 Litern Wasser im Rucksack zogen wir also los.

Alleine durch den Regenwald

Es waren um die 30 Grad an dem Tag und die Hitze machte uns ganz schön zu schaffen. Je tiefer wir jedoch in den Regenwald wanderten, desto mehr spendeten die Bäume uns wertvollen Schatten. Zu Beginn war der Wanderweg noch eindeutig zu erkennen, nach etwa 45 Minuten wurde der Pfad jedoch immer schmaler. Irgendwann waren die einzigen Wegweiser nur noch kleine orangene Pfeile an den Bäumen.

Auf der gesamten Strecke kamen uns nur sechs Leute entgegen. Wir waren also wirklich so gut wie alleine unterwegs, ungestört von Touristenmassen. Die Zikaden waren teilweise unerträglich laut. Es ist beeindruckend was für Geräusche so kleine Insekten von sich geben können. Drei Mädchen kamen uns entgegen, sie wussten nicht wo es lang geht, da die Wegweiser teilweise nicht eindeutig zu interpretieren waren. Wir zeigten in die Richtung, die wir vermuteten und sie zogen in recht schnellem Tempo weiter, bis wir sie irgendwann nicht mehr sehen konnten.

Es vergingen gut zwei Stunden, bis wir das Geräusch des Wasserfalls hörten. Weit konnte es nicht mehr sein. Vor uns lagen große Felsbrocken, über die wir klettern mussten. Für mich, Isabelle, war das aufgrund meiner Größe teilweise gar nicht so einfach. Als wir den Wasserfall endlich erreicht hatten, waren wir super stolz auf das was wir geleistet hatten. Wir waren ohne Guide mitten durch den australischen Regenwald gewandert und hatten bei der Hitze mehrere Liter ausgeschwitzt.

Wolkenbruch im Regenwald

Nach einer kurzen Verschnaufpause und nachdem wir einige Fotos und Videos aufgenommen hatten, haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht. Dieses mal ging es allerdings nicht bergab, sondern bergauf. Zufällig trafen wir die drei Mädchen vom Hinweg wieder, sie hatten sich verlaufen und es nie bis zum Wasserfall geschafft.

Ungefähr fünf Minuten nachdem wir den Rückweg angetreten haben hat es angefangen aus Eimern zu schütten. Teilweise haben wir aufgrund der vielen Bäume überhaupt keinen Regen abbekommen und ihn nur gehört. Als wir es nach etwa 1,5 Stunden zurück zum Auto geschafft hatten (wir haben eine halbe Stunde weniger gebraucht, als für den Hinweg!), waren wir dennoch komplett durchnässt. Hier wurde auch zum ersten Mal unser Osprey Daypack auf die Probe gestellt. Der Rucksackinhalt war tatsächlich komplett trocken.

Rückweg und unser Fazit zu den Minyon Falls
Wir waren komplett unterzuckert und mussten uns erstmal in Form von Keksen stärken, bevor wir uns auf die Rückfahrt gemacht haben. Das Auto haben wir dann, in Byron Bay angekommen, auf dem Parkplatz von Hertz abgestellt und danach haben wir noch ca. 30 Minuten auf den Shuttle zum Hostel gewartet. Als wir dort angekommen waren, haben wir nur noch geduscht und gegessen bevor es ins Bett ging. Wir waren total erschöpft von dem langen Tag.

Wir würden die Wanderung zur Basis der Minyon Falls jederzeit wieder machen! Der Wasserfall war zwar nicht der beeindruckenste, jedoch war der Weg dorthin die bisher mit Abstand beste Regenwald Wanderung, die wir gemacht haben. Besonders gut hat uns gefallen, dass wir komplett auf uns alleine gestellt waren! Kein Guide, keine Menschenmassen, nur wir und der Regenwald.

Safe Travels
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