Sony a7R II – Vollformatkamera für Reisefotografen

Autor Backpackerbuddies Flo
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geschrieben von Flo

Über mich

Du bist auf der Suche nach einer Vollformatkamera mit vielen Megapixeln? Reist du gerne und benötigst eine kompakte, leichte Kamera, die gut ins Gepäck passt? Vielleicht ist die spiegellose Systemkamera Sony a7R II ja etwas für dich. Wir haben die Sony Alpha 7R II seit Oktober 2018 ausgiebig getestet und sie ist treuer Begleiter auf unseren Reisen geworden. In diesem Beitrag stellen wir dir die a7R II und ihre Funktionen genauer vor und nehmen Stärken und Schwächen unter die Lupe. Langzeiterfahrung und Testbericht inklusive!

Disclaimer: Wir werden nicht von Sony gesponsert, wir sagen unsere ungekaufte und ehrliche Meinung.

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Die Sony a7R II – Spiegellose Systemkamera mit Vollformatsensor

Wer als Reisefotograf auf eine Vollformatkamera mit vielen Megapixeln nicht verzichten möchte, der sollte sich mal die a7R II aus der Sony Alpha Reihe genauer anschauen. Die Systemkamera überzeugt durch ihre Spitzenqualität und ist mit einer Größe von 127 x 96 x 60 mm und einem Gewicht von 582 Gramm kompakt genug, um sie bequem im Reisegepäck verstauen zu können.

In einem anderen Beitrag haben wir dir bereits die kleinere Sony a6500 mit APS-C Sensor als die perfekte Reisekamera vorgestellt. Die Sony a7R II ist ein wenig größer und schwerer und trotzdem haben wir uns für sie als weitere Reisekamera entschieden. Warum fragst du dich? Wir möchten unsere Landschaftsfotografien gerne in sehr großen Formaten als Print Medien drucken können. Die Sony Alpha 7R II macht das mit stolzen 42,4 Megapixeln möglich. Selbst metergroße Ausdrucke sind damit kein Problem mehr.

Diese und noch weitere technische Spezifikationen haben uns einfach überzeugt. Wir sind nun seit Oktober 2018 stolze und zufriedene Besitzer und würden sie unter keinen Umständen wieder hergeben.

42,4 Megapixel-Sensor

Der Vollformatsensor der Alpha 7R II hat eine Auflösung von unfassbaren 42,4 Megapixeln. Als wir uns unsere aufgenommenen Fotos zum ersten Mal am Laptop angeschaut haben, kamen wir aus dem Staunen gar nich mehr heraus. Wir konnten so weit in das Foto zoomen, dass es schon fast unheimlich war. Selbst kleinste Details waren problemlos erkennbar. Wirklich beeindruckend! Damit sind wir definitiv nicht mehr an eine Maximalgröße für unsere Ausdrucke gebunden.

Aufgrund des größeren Sensors hat die a7R II natürlich automatisch eine bessere Lichtempfindlichkeit als unsere a6500. Das Rauschen verteilt sich auf eine größere Fläche und erscheint dadurch weniger stark. Aufnahmen bis ISO 12.800 und höher sind problemlos machbar. Natürlich ist dann ein Bildrauschen zu erkennen, aber es ist auf jeden Fall noch annehmbar.

Autofokus und integrierte 5-Achsen-Bildstabilisierung

Der Hybrid-Autofokus der a7r II überzeugt uns bisher auf voller Länge. Dank der 399 Autofokuspunkte haben wir bisher keinerlei Probleme beim Fokussieren feststellen können. Auch die 5-Achsen-Bildstabilisierung erfüllt ihren Zweck sehr gut. Zwar nutzen wir die Kamera nicht sehr häufig zum Filmen, aber auch beim Fotografieren bringt eine integrierte Bildstabilisierung einige Vorteile mit sich. In Verbindung mit unserem Sony SEL70300G Objektiv, das eine verbaute Bildstabilisierung (Optical Steady Shot / OSS) hat, funktioniert das Ganze natürlich besonders gut. Aber auch mit unserem Sony SEL28F20 Objektiv können wir Fotos mit mindestens 1/60 Sekunde problemlos aus der Hand aufnehmen.

4K-Videos

Zwar ist die Alpha 7R II nicht unsere erste Wahl für Videos, allerdings kann sich der 4K-Aufnahmemodus trotzdem sehen lassen. Wir nutzen die Kamera zum Filmen meist nur, wenn wir gleichzeitig zwei Blickwinkel einfangen möchten. Ansonsten greifen wir ehrlicherweise immer zu unserer a6500. Wenn dein Haupteinsatzgebiet Videos sind, solltest du dir die kleinere APS-C Kamera mal genauer anschauen. Nutzt du die Kamera allerdings hauptsächlich für Fotos, willst aber gleichzeitig nicht auf hochauflösende 4K-Aufnahmen verzichten, machst du mit der a7R II alles richtig. 4K-Aufnahmen kann die Alpha 7R II mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen, Full-HD sogar mit bis zu 60 Bildern. Im Normalfall reichen diese Spezifikationen aus, besonders wenn man bedenkt, dass die Kamera ein wahres Pixelmonster ist, das eigentlich für Fotos konzipiert wurde.

Wir sind nach wie vor sehr zufrieden mit unserer Alpha 7R II, aber auch diese Kamera ist nicht perfekt. Ehrlich gesagt sind es sogar die gleichen Mängel, die wir an der a6500 festgestellt haben, die uns stören.

Akkulaufzeit

Die a7R II nutzt den gleichen Akku, wie die a6500. Das ist natürlich ein Vorteil, da wir so nicht auch noch zwei verschiedene Akku-Typen einpacken müssen. Der Nachteil ist allerdings, dass genau diese Akkus eine echt schlechte Leistung erbringen. Besonders beim Filmen von 4K-Videos kann ein Akku gut und gerne mal in einer halben Stunde von 100 auf 20% fallen. Das ist natürlich sehr ärgerlich, wenn man einen ganzen Tag fotografieren oder filmen will, ohne ständig den Akku aufzuladen. Insgesamt haben wir daher sechs Akkus im Gepäck, mit denen wir bisher immer problemlos ausgekommen sind. Sechs Akkus wiegen natürlich auch sechsmal so viel, was aufgrund der kleinen Größe aber zu verkraften ist. In Sonys neueren Modellen, wie zum Beispiel der Alpha 7R IV wird mittlerweile ein neuer Akku genutzt, der laut diverser Testberichte deutlich an Leistung zugelegt haben soll.

LC-Display

Auch bei der a7R II ist bei starkem Sonnenschein kaum mehr etwas auf dem Display zu erkennen und man muss gezwungenermaßen den Sucher nutzen. Da wir die Kamera fast ausschließlich zum Fotografieren und nur sehr wenig zum Filmen nutzen, können wir darüber und über die Tatsache, dass das Display ebenfalls nicht klappbar ist, hinwegsehen.

Was uns allerdings oft Zeit und Nerven kostet ist die fehlende Touchfunktion. Im Gegensatz zu unserer anderen Kamera ist das Display der a7R II nämlich nicht mit dem Finger bedienbar. Mehrere Knöpfe bedienen zu müssen, nur um beispielsweise den Fokuspunkt zu verschieben, ist wirklich sehr lästig. Das hat Sony bei den neueren Modellen der a7R-Reihe übrigens ebenfalls verbessert. Eine sehr positive Entwicklung, wie wir finden!

Abgesehen von diesen zwei negativen Aspekten sind wir voll und ganz zufrieden mit der Kamera. Wir haben uns sogar für die a7R II entschieden, obwohl es schon das Nachfolgemodell a7R III gab, da uns die Neuerungen nicht überzeugt haben, deutlich mehr Geld dafür auszugeben. Bei der a7R IV sieht das Ganze schon wieder anders aus, allerdings würden wir unter keinen Umständen jetzt upgraden. Dafür sind wir einfach zu zufrieden 🙂

Die Alpha 7R II im Langzeittest

Insgesamt sind wir einfach nur begeistert von der Vollformatkamera. Selbst nach so langer Zeit sind wir immer noch beeindruckt von der krassen Aufösung der Fotos. Wir würden die Kamera unter keinen Umständen wieder hergeben.

Die Bedienung ist, genau wie bei der a6500, recht einfach gehalten. Da wir schon vorher mit Sony fotografiert haben, haben wir uns sofort im Menü zurechtgefunden.

Der Autofokus der Alpha 7R II ist gefühlt fast genauso schnell wie bei der a6500 und macht seinen Job sehr gut. Es kommt nur sehr selten vor, dass der Fokus nicht da liegt, wo er sein soll. Die Gesichtserkennung funktioniert ebenfalls super und macht Portraitaufnahmen zu einem echten Kinderspiel.

Die Bildstabilisierung haben wir sowohl mit dem ebenfalls stabilisierten Objektiv SEL70300G OSS, als auch mit dem nicht stabilisierten Objektiv SEL28F20 getestet. In beiden Fällen sind die Ergebnisse bei handgehaltenen Videos und bei Fotos bis 1/60 Sekunde – oder sogar länger – sehr gut. Wir würden eine eingebaute Bildstabilisierung nicht missen wollen!

Die Akkulaufzeit kann uns nach wie vor nicht überzeugen. Zu oft stehen wir nach kürzester Zeit mit leeren Akkus da und müssen auf einen unserer vielen Ersatzakkus zurückgreifen. Ein Upgrade auf ein neueres Modell würde sich hier sicher bezahlt machen. Der Aufpreis ist es uns aber aktuell nicht wert.

Unser Tipp
Wir benutzen teilweise originale Sony Akkus und teilweise RAVPower Akkus, die deutlich günstiger sind und den Originalen bisher in Nichts nachstehen!

Das Display ist, genau wie bei der Alpha 6500, nicht zu gebrauchen, sobald die Sonne scheint. Das waren wir natürlich schon gewohnt, weshalb es für uns kein großes Problem mehr ist. Fotografieren tun wir sowieso lieber mit dem Sucher und das ist immerhin unser Haupteinsatzgebiet für die a7r II.

Sony a7R II Fotos

Damit du dir selber einen Eindruck von der wahnsinnigen Qualität von den Fotos der a7R II machen kannst, haben wir für dich vier Aufnahmen bereitgestellt, die du dir hier in voller Auflösung downloaden kannst: Sony a7R II Beispielfotos

Wir haben verschiedene Motive und Lichteinfälle gewählt, damit du dir einen guten Eindruck über die Qualität in verschiedenen Situationen machen kannst. Ein Sonnenuntergang mit seitlicher Lichteinstrahlung an der Burg Eltz in Deutschland, ein bewölkter Tag im Cocora Valley in Kolumbien, ein Sonnenuntergang mit Gegenlicht in Palomino und ein Sonnenuntergang mit indirektem Licht in einem Tulpenfeld.

Nutzt du selber eine Vollformatkamera oder reicht dir ein APS-C Modell aus? Welches Modell kannst du empfehlen? Hinterlass uns unbedingt einen Kommentar, damit vielleicht auch andere von deinen Erfahrungen profitieren können! Wenn du Fragen zur a7R II hast, kannst du uns auch gerne einen Kommentar hinterlassen!

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