Fotos sichern – Wir wir unsere Fotos auf Reisen speichern

Autor Backpackerbuddies Flo

geschrieben von Flo

Über mich

Für Reisefotografen gibt es wohl nichts ärgerlicheres, als nach einer Reise festzustellen, dass man seine aufgenommenen Fotos nicht ausreichend gesichert hat und diese nun für immer verloren sind. Dafür gibt es verschiedenste Ursachen, die man aber mit etwas Vorsicht gut vermeiden kann. In diesem Beitrag geben wir dir Tipps zur Sicherung und sagen dir, wie wir unsere Fotos auf Reisen sichern.
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Fotos sichern beim Fotografieren

Das richtige Speichern von Fotos fängt bereits beim Fotografieren selber an. Dabei kommt es insbesondere auf die Qualität der verwendeten Speicherkarte an. Minderwertige Speicherkarten geben oft schon nach wenigen Einsätzen den Geist auf – hier sprechen wir aus Erfahrung. Sollten sich zu diesem Zeitpunkt noch Fotos auf der Speicherkarte befinden, sind diese meist für immer verloren. Der finanzielle Aufwand, um die Speicherkarte reparieren zu lassen, übersteigt oft nämlich den ursprünglichen Kaufpreis der Speicherkarte. Falls eine Reparatur überhaupt möglich ist.

Beim Fotografieren setzen wir daher immer auf hochwertige Speicherkarten. Unsere Favoriten sind die Extreme SD-Karten von SanDisk. Aktuell nutzen wir die 64GB Variante mit einer Schreibgeschwindigkeit von bis zu 90MB/s. Da wir aber immer öfter zur hochauflösenden Sony A7R II greifen, werden wir in naher Zukunft auf die Extreme Pro SD-Karten von SanDisk upgraden. Diese haben eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 170MB/s, was uns bei der enormen Dateigröße der A7R II viel Zeit spart. Und viel teurer als die Extreme-Variante sind sie in der Anschaffung auch nicht.

Für Drohnen und GoPros nutzen wir Micro-SD-Karten von Samsung. Bisher haben wir auch damit nur gute Erfahrungen gemacht.

Wie du Speicherkarten beim Transport richtig schützt

Mit einer qualitativen Speicherkarte ist es allerdings noch nicht getan. Die beste Speicherkarte nützt dir nämlich nichts, wenn du sie beim Transport nicht richtig schützt. Wir setzen daher schon lange auf ein wasser- und staubdichtes Schutzetui, in dem wir all unsere Micro-SD und SD-Karten sicher transportieren können. Selbst, wenn man mal in einen Regenschauer kommt, sind die Speicherkarten und Fotos so immer geschützt. Außerdem haben wir damit alle Karten immer an einem Ort und sie fliegen nicht einfach wild verstreut in unseren Rucksäcken herum. Ein absolutes Must-have!

Unsere Empfehlung
Verwende am besten Speicherkarten mit 32 oder maximal 64GB Speicherkapazität. Nicht nur weil damit bei einem Defekt der finanzielle Schaden geringer ausfällt, sondern auch weil im Fall der Fälle weniger Fotos verloren gehen – einfach weil weniger Fotos auf die Karte passen.

Fotos auf einer Festplatte sichern

Sobald wir von einem Fotoshooting zurück in unserer Unterkunft sind, speichern wir alle aufgenommenen Fotos auf einer unserer externen Toshiba Festplatten. Nachdem wir die Fotos in Adobe Lightroom importiert haben, fangen wir meist direkt an, die unbrauchbaren Fotos auszusortieren, damit sie keinen wertvollen Speicher wegnehmen.

Oft wird empfohlen, die Fotos direkt auf einer weiteren Festplatte zu sichern, was wir allerdings bisher nicht machen. Wahrscheinlich liegt das daran, dass wir noch keine Probleme mit unseren Festplatten hatten. Schaden kann eine doppelte Sicherung, zumindest von den wirklich guten Fotos, aber sicher nicht.

Auch bei Festplatten gilt: Je größer sie sind, desto ärgerlicher ist ein Defekt. Finanziell und wegen der Menge an Fotos. Bei externen Festplatten kommt allerdings noch hinzu, dass sie sowieso anfälliger sind als Speicherkarten und bei einem Sturz oft schneller kaputtgehen. Und bei größerer Speicherkapazität sind mehr anfällige Teile verbaut, die das Risiko erhöhen. Auf Reisen nehmen Festplatten im Gegensatz zu Speicherkarten aber deutlich mehr Platz weg und wiegen auch einiges mehr. Daher gilt es, die goldene Mitte zwischen Speicherkapazität und potenziellem Schaden bei Verlust zu finden.

Wir haben insgesamt 4 Festplatten im Gepäck: Eine mit 1TB Speicher, zwei mit 2TB Speicher und eine mit 4TB Speicher. 4K-Videos und 42-Megapixel Fotos brauchen echt jede Menge Platz.

Übrigens: Von der Firma LaCie gibt es verschiedene Festplattenmodelle, die sich noch deutlich besser für Reisen eignen, als die klassische, externe Festplatte. Sie haben zum Beispiel stoßfeste Festplatten im Angebot, die deutlich robuster und weniger anfällig für Defekte sind. Das hat natürlich seinen Preis, weshalb eine solche Festplatte gut und gerne mal das doppelte einer „normalen“ kosten kann. Wenn du nicht ständig um deine Daten besorgt sein willst und generell eher unvorsichtig mit deiner Technik umgehst, ist eine stoßfeste Festplatte mit Sicherheit eine sehr gute Alternative für dich.

Wie du Festplatten beim Transport richtig schützt

Wenn du dir keine stoßfeste Festplatte zulegen kannst oder möchtest, ist aufgrund der höheren Anfälligkeit beim Umgang mit der Festplatte auf Reisen besondere Vorsicht geboten. Schon kleinste Stürze können einen Totalausfall zur Folge haben. Unsere erste Regel lautet daher: die Festplatten bleiben in der Unterkunft und kommen nur bei Weiterreise ins Gepäck! Beim Fotografieren selber braucht man die Festplatten sowieso nicht, wieso sollte man sie also immer dabei haben?

Natürlich gibt es auch Ausnahmen zu dieser Regel: Ebenfalls von der Firma LaCie gibt es eine Festplatte, die ohne Laptop auskommt und deine Fotos sofort von der Speicherkarte sichern kann. Eine solche tragbare Festplatte mit CardReader ist allerdings nochmal deutlich teurer, als eine handelsübliche oder stoßfeste Variante. So viel Geld für eine Festplatte in die Hand zu nehmen würden wir dir nur empfehlen, wenn du Berufsfotograf bist und unbedingt sicherstellen musst, dass kein einziges deiner Fotos jemals verloren gehen darf oder du auf Reisen einfach keinen Laptop mitnehmen möchtest. Andernfalls würden wir uns das Geld sparen und lieber in stoßfeste Modelle investieren.

Unsere Festplatten sind weder stoßfest, noch können sie SD-Karten auslesen. Wir verstauen unsere Festplatten daher auf Reisen immer in einer Filztasche und legen diese dann als letzten Gegenstand in unseren Rucksack, sodass sie nicht von anderer Technik erdrückt werden. Mit unseren Rucksäcken gehen wir sowieso sehr sorgsam um, da sich unsere gesamte Technik darin befindet. Wir geben unsere Technik-Rucksäcke auch unter keinen Umständen als Aufgabegepäck auf, sondern nehmen sie immer als Handgepäck mit ins Flugzeug. Nur so können wir sicherstellen, dass unsere Festplatten und der Rest unserer Ausrüstung ordentlich gesichert ist.

Fotos auf einem lokalen Server speichern

Sobald wir in einer Unterkunft besonders gutes Internet haben, spätestens aber wenn wir für einen Heimaturlaub zurück in Deutschland sind, speichern wir unsere Fotos auf einem weiteren Medium ab.

Lokale Server eigenen sich dafür hervorragend. Isabelles Vater hat einen NAS Server, den wir glücklicherweise mitbenutzen können, bis wir uns einen eigenen zuelegen. Man kann darauf ganz einfach über das Internet zugreifen und ihn als Speichermedium für Fotos und andere Dateien benutzen, die man besonders sicher aufbewahren will oder muss. Und das von überall auf der Welt. Wir speichern unsere Fotos auf dem Server meist im Jpeg-Format, da die RAW-Dateien viel zu viel Speicher wegnehmen. Sollte wirklich alles schiefgehen und wir verlieren unsere Festplatten auf Reise oder sie gehen kaputt, haben wir zwar nicht mehr das RAW-Bild mit dem hohen dynamischen Umfang, aber immerhin eine ausreichend gute Jpeg-Datei, mit der man auch arbeiten kann.

All unsere Fotos bleiben natürlich trotzdem auch im RAW-Format auf unseren Festplatten liegen, damit wir weltweit auch ohne Internet Zugriff darauf haben.

Solltest du keinen lokalen Server besitzen und dir auch keinen leisten können – die Dinger kosten nämlich echt nicht wenig – empfehlen wir, dir ein oder zwei weitere Festplatten zuzulegen, die du immer zu Hause lässt. Sobald du für einen kurzen Heimaturlaub in Deutschland bist, kannst du deine Fotos darauf speichern und hast so immer ein Backup für den Notfall.

Fotos in der Cloud speichern

Eine weitere Variante, um deine Fotos zu sichern, sind Clouds. Persönlich nutzen wir Clouds zur Fotosicherung zwar (noch) nicht, haben uns allerdings schon das ein oder andere Mal darüber informiert.

Der große Vorteil an Clouds ist, dass deine Fotos dort sehr sicher sind und du weltweit Zugriff auf sie hast, solange du mit dem Internet verbunden bist.

Uns schreckt bei Clouds allerdings immer der extrem hohe Preis ab. Einige Anbieter haben zwar auch kostenlose Modelle oder solche für wenige Euro im Monat, dafür ist der Speicherplatz dann aber auch sehr begrenzt. Einzig Amazon stellt hier eine Ausnahme dar: als Prime Mitglied hat man mit Amazon photos unbegrenzten Speicherplatz für seine Fotos in der Cloud. Sogar die gängigsten RAW-Formate werden unterstützt. Ein wirklich gutes Angebot wie wir finden. Als Reisender ist es zwar eher unüblich, dass man Amazon Prime hat, aber für 96 Euro im Jahr unbegrenzten Speicherplatz für seine Fotos zu bekommen, ist eine Überlegung wert. Von den anderen Prime-Leistungen mal abgesehen.

Wir werden in Zukunft wohl trotzdem erstmal nur eine kostenlose Version von Dropbox oder Google Drive nutzen, um ausschließlich die „Crème de la Crème“ unserer Fotos nochmal besonders zu sichern.

Wie sicherst du deine Fotos auf Reisen? Nutzt du externe Festplatten, lokale Server oder Clouds? Lass es uns gerne in den Kommentaren wissen!

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