Eine neue Kamera einstellen – So geht’s richtig

Autor Backpackerbuddies Flo
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geschrieben von Flo

Über mich

Eine neue Kamera ist was Tolles. Endlich kann man sich neu ausprobieren und viele schöne Fotos aufnehmen. Doch bevor man mit einer neuen Kamera fotografiert, sollten einige Einstellungen vorgenommen werden, damit das Fotografieren auch zum Erfolg wird. Welche Einstellungen das sind erfährst du in diesem Beitrag.

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Grundeinstellungen in einer neuen Kamera

Wenn du deine Kamera zum ersten Mal anmachst, musst du einige Grundeinstellungen vornehmen. Dazu gehören zum Beispiel die Einstellung deines Wohnorts und des aktuellen Datums bzw. der aktuellen Uhrzeit. Gegebenenfalls kannst du auch einen Namen für deine Kamera vergeben. Nachdem diese Grundeinstellungen vorgenommen wurden, kannst du quasi sofort mit dem Fotografieren loslegen. Wir empfehlen dir allerdings, zunächst einige weitere Einstellungen vorzunehmen, die dir beim Fotografieren helfen und dich vor bösen Überraschungen bewahren. Die Reihenfolge, in der du die Einstellungen vornimmst, ist dabei egal. Je nach Kamerahersteller befinden sich die Einstellungen an unterschiedlichen Stellen im Menü. Geh am besten jede Seite des Menüs einmal durch und nimm jeweils die Einstellungen vor, die wir jetzt zusammen durchgehen.

Aktiviere das RAW Format

Fast jede neue Kamera fotografiert zu Beginn im JPEG Format. Die erste Einstellung, die wir sofort bei einer neuen Kamera vornehmen, ist das Dateiformat auf RAW zu ändern. Im RAW Format haben wir in der Nachbearbeitung einen deutlich größeren Spielraum und können Farben, Schatten und Lichter gezielter ansprechen und anpassen. Wenn du mehr über das Fotografieren im RAW Format lernen möchtest, schau dir unbedingt auch unseren Beitrag RAW vs. JPEG an, in dem wir die vor- und Nachteile der beiden Dateiformate erklären. Wenn du keine Zeit in die Nachbearbeitung deiner Fotos investieren willst, kannst du die Einstellung auch bei JPEG belassen.

RAW vs. JPEG Foto
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Deaktiviere die Rauschreduzierung bei Langzeitaufnahmen

Diese Einstellung ist nur vorzunehmen, wenn du weiterhin im JPEG Format fotografieren möchtest. Wenn du diese Funktion nicht deaktivierst, führt deine Kamera bei Aufnahmen, die länger als eine Sekunde dauern, automatisch eine Rauschreduzierung durch. Das geschieht, indem für das aufgenommene Foto ein sogenanntes Dunkelbild erstellt wird und die darin enthaltenen Informationen mit denen des eigentlichen Foto verrechnet werden. Auf diese Weise wird das Bildrauschen im Foto verringert. Allerdings führt das oft auch zu einem weichen und matschigen Foto. Außerdem erhöht sich die Aufnahmezeit des Fotos um 100 Prozent, da die Verrechnung nochmal genauso lange dauert, wie das eigentliche Fotografieren. Bei Aufnahmen von wenigen Sekunden ist das nicht sonderlich dramatisch. Nimmst du ein Foto allerdings mit einer Belichtungszeit von beispielsweise 5 Minuten auf, verlängert sich die Aufnahmezeit für ein Foto auf ganze 10 Minuten. Wenn du mehr über die Langzeitbelichtung in der Fotografie erfahren willst, lies dir am besten unseren Beitrag dazu durch.

Stelle das Seitenverhältnis auf 3:2

Wahrscheinlich wird deine Kamera zunächst im Seitenverhältnis 16:9 fotografieren. Wir stellen das Seitenverhältnis allerdings immer auf 3:2 um. So haben wir am Ende einen größeren Bildausschnitt, den wir immer noch auf 16:9 zuschneiden könnten, wenn wir das wollen. Fotografierst du allerdings bereits im 16:9 Format, schneidet die Kamera das Bild schon beim Aufnehmen zu und der zusätzliche Bildausschnitt ist für immer verloren.

Definiere einen ISO-Bereich für ISO Auto

Wir persönlich fotografieren immer im manuellen Modus unserer Kamera. So haben wir die größte Kontrolle über die Einstellungen und können genau bestimmen, wie unser Foto am Ende aussehen soll. Dabei übernehmen wir auch die volle Kontrolle über die ISO Einstellung. Wir legen für jedes Foto den ISO Wert manuell fest. Es ist aber auch durchaus legitim, lediglich die Blendenöffnung und die Verschlusszeit manuell einzustellen und den ISO Wert von der Kamera bestimmen zu lassen. Damit du am Ende allerdings keine böse Überraschung erlebst, solltest du dafür einen ISO Bereich definieren, in dem deine Kamera sich bewegen darf. Besonders der maximale Wert ist hier wichtig, damit kein extrem starkes Bildrauschen auftritt. Informiere dich also über akzeptable ISO Einstellungen deiner Kamera – diese sind nämlich je nach Modell unterschiedlich – uns lege einen entsprechenden Bereich fest.

Deaktiviere das Aufnehmen ohne Speicherkarte

Eine der wohl wichtigsten Einstellungen in einer neuen Kamera ist das Deaktivieren des Aufnehmens ohne Speicherkarte. Ist diese Funktion nämlich aktiviert, keine Speicherkarte in deiner Kamera eingelegt und du drückst den Auslöser deiner Kamera, scheint es als würde die Kamera ganz normal ein Foto aufnehmen – inklusive Klick-Geräusch und allem was dazugehört. Erst nach dem Fotografieren wirst du enttäuscht feststellen, dass überhaupt kein Foto aufgenommen wurde. Alle Mühen waren umsonst und die Fotos sind für immer verloren. Und du kannst uns glauben: Es passiert öfter, als man es sich vorstellen kann, dass keine Speicherkarte eingelegt ist und die Warnung im Bildschirm der Kamera angezeigt wird.

Neben dem Deaktivieren vom Aufnehmen ohne Speicherkarte, kannst du auch das Aufnehmen ohne Objektiv deaktivieren. Wir haben diese Einstellung ebenfalls vorgenommen, da es für den Bildsensor nicht so gut ist, wenn ohne Objektiv ausgelöst wird. Im Normalfall solltest du allerdings auch ohne diese Einstellung merken, wenn kein Objektiv an der Kamera ist 😉

Aktiviere das Zebra

Aktiviere das Zebra? Was soll das denn heißen? Was hat denn ein Zebra mit dem Fotografieren zu tun? Ganz einfach: Diese Einstellung erlaubt es dir, mit nur einem kurzen Blick zu erkennen, ob dein Foto überbelichtet ist. Überbelichtete Stellen im Foto sind sehr ärgerlich und oftmals nicht wiederherzustellen. Wir fotografieren daher immer mit der sogenannten Zebra-Funktion. Je nach Grenzwert, den du vorher in den Einstellungen definierst, werden überbelichtete Stellen im Foto mit einem Zebramuster versehen. So siehst du ohne viel Mühe, welche Stelle im Foto überbelichtet ist und ob du deine Einstellungen nochmal anpassen musst.

Natürlich ist das Zebramuster keine Garantie für ein perfekt belichtetes Foto und nicht immer sind die Streifen zu beachten. Auch wir fotografieren teilweise, obwohl das Muster zu erkennen ist. Je nach Situation macht eine überbelichtete Stelle im Foto sogar Sinn. Dennoch ist eine grundsätzliche Warnung immer von Vorteil. Wir haben übrigens einen Zebra-Wert von 100 eingestellt.

Aktiviere die 3×3 Gitterlinien

In unserem Beitrag zum Goldenen Schnitt in der Fotografie haben wir dir bereits die sogenannte Drittel-Regel erklärt. Damit deine Fotos möglichst ansprechend sind und du die Bildgestaltung schon beim Fotografieren immer im Blick hast, sind kamerainterne Gitterlinien sehr hilfreich. Sie unterteilen den Kamerabildschirm in neun gleich große Teile und erlauben dir so, dein Bild an bestimmten Schnittpunkten auszurichten. Lies dir unbedingt auch unseren Beitrag zum Goldenen Schnitt durch, um mehr darüber zu erfahren.

Rule of Thirds
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Belege die individuellen Tasten

Nahezu jede Kamera ist mit Tasten ausgestattet, die individuelle belegt werden können. Bei Sony heißen diese Tasten zum Beispiel C1, C2, C3 und so weiter. Sie helfen dir ungemein dabei, schneller auf sich ändernde Gegebenheiten reagieren zu können. Das ist je nach Art der Fotografie sehr wichtig. Wir haben unsere Custom Knöpfe zum Beispiel mit dem Fokusmodus oder der Videofunktion belegt. Nach einigen Tagen oder Wochen mit deiner neuen Kamera wirst du selber feststellen, welche Einstellungen du besonders oft beim Fotografieren anpasst. Daraufhin kannst du diese Einstellungen auf die entsprechenden Tasten legen und fortan einige Zeit sparen.

Neben den individuellen Tasten kannst du auch ganze Profile in deiner Kamera speichern. Bei Sony sind diese Profile mit Zahlen gekennzeichnet und befinden sich auf dem Rädchen, auf dem auch die Modi A/AV, M, S und P zu finden sind. Diese Profile kannst du mit ganz eigenen Einstellungen belegen, die du immer wieder nutzt. Wir haben die beiden Profile beispielsweise mit Videoeinstellungen belegt. So haben wir ein Profil für das Filmen in 4K optimiert und das andere Profil für das Filmen in Zeitlupe mit 100 Bildern pro Sekunde in Full HD. Wir müssen also nicht jedes mal aufs Neue alle Einstellungen vornehmen, sondern können dank der individuellen Profile sofort losfilmen.

Wir hoffen, dieser Beitrag hat dir beim Einrichten deiner neuen Kamera geholfen. Wenn das der Fall ist würden wir uns riesig über einen Kommentar von dir freuen! Und jetzt viel Spaß beim Fotografieren mit deiner neuen, optimal eingestellten Kamera!

Safe Travels
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