Backpacking in Guatemala – Ein Reiseinterview

Autor Backpackerbuddies Isabelle
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geschrieben von Isabelle

Über mich

Guatemala in Zentralamerika, ein Traum für Budget Backpacker? Deniz war selbst für 2 Wochen in Guatemala unterwegs und berichtet uns ausführlich von seinem Backpacking Trip durch das Land. Wenn du wissen willst, wie günstig Guatemala wirklich ist, wie es um die Reisesicherheit steht und was das absolute Highlight Guatemalas ist, dann lies unbedingt weiter!

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Low Budget Reise durch Guatemala – Interview mit Deniz

Mit Anfang 20 hat Deniz ein Auslandssemester in Kanada gemacht und ist im Anschluss daran mit einer Freundin ein bisschen durch Mittelamerika ge-backpackt. Wir durften ihn zu einem spannenden und uns noch unbekannten Reiseziel interviewen: Guatemala!

Wieso hast du dich bei deinem ersten Reiseziel in Mittel- & Südamerika für Guatemala entschieden?

Die Antwort ist ziemlich simpel, ich war nach meinem Auslandssemester in Kanada einfach fast pleite. Also haben wir gegoogelt und relativ schnell rausgefunden, dass Guatemala mit das billigste Land in dieser Region ist. Es war also zu Beginn eine rein preisliche Entscheidung. Als wir uns dann etwas mehr über Guatemala informiert und auch Fotos angeschaut haben, hat das unsere Entscheidung bestätigt, denn das sah alles sehr vielversprechend aus.

Welche Kosten erwarten Reisende in Guatemala? Eignet sich das Land sowohl für Budget Backpacker, als auch für Luxusreisen?

Also ich war als Budget Traveler unterwegs und es war das günstigste Land, in dem ich bisher gereist bin. Ich hab noch nie in meinem Leben so billig gegessen und gewohnt. Ein gutes Hostelzimmer bekommt man für ca. 5 Euro pro Person die Nacht. Es geht auch billiger, wenn man niedrigere Standards wählt. Wir haben meistens in Mehrbettzimmern übernachtet, teilweise aber auch mal in sehr günstigen Doppelzimmern. Im Restaurant konnte man sich für ca. 3 Euro inklusive Getränk gut satt essen.

In Guatemala hatte ich tatsächlich das Gefühl, dass man dort eher günstig und simpel reist. In vielen Orten habe ich kein einzigen großes Hotel gesehen. Über Luxusreisen brauchen wir erst gar nicht reden. In meinen Augen ist es ein super Land für Backpacker und vor allem Low Budget Backpacker.

Wie hast du die Menschen in Guatemala erlebt?

Als allererstes ist mir aufgefallen, wie krass klein die Menschen in Guatemala sind. Mit meinen 1,90m kam ich mir vor wie ein Riese und wurde auch oft angestarrt. Joa, wie waren die Menschen drauf… irgendwie nicht besonders nett, aber auch nicht unfreundlich. Die waren eher ruhig und zurückhaltend. Klar, in den Touristenregionen gibt es mal aufdringliche Verkäufer, wie fast überall auf der Welt. Aber an sich würde ich die Guatemalteken eher als schüchtern, unauffällig und nicht wirklich “outgoing” bezeichnen.

Was ist dein absolutes Must-see in Guatemala?

Das absolute Must-do ist die Vulkanwanderung auf den 4.000 Meter hohen Acatenango. Das ist der Schwestervulkan des Volcán de Fuego. Wer nach Guatemala reist und das nicht macht, der verpasst echt was. Der Volcán de Fuego ist 3.763 Meter hoch, sehr aktiv und bricht regelmäßig aus. Der Schwestervulkan ist inaktiv und daher recht sicher zu besteigen. Von dort aus kann man dann nachts auf den brodelnden Volcán de Fuego schauen. Das war ein richtiges Abenteuer!

Kannst du ein paar Tipps geben für alle, die den Acatenango auch besteigen möchten?

Wir haben eine Tour mit dem Tropicana Hostel in Antigua gemacht und eine Nacht auf dem Vulkan geschlafen. Das Hostel hat alles organisiert, inklusive Lunch Paketen & Co. Auf dem Vulkan, nicht mehr weit vom Gipfel entfernt, gibt es vom Hostel eine Art “Base Camp” mit Feldbetten. Die Besteigung war schon sehr anstrengend und hat ca. 6 Stunden gedauert. Es gab zwei aus unserer Gruppe, die abgebrochen haben, aber für mich als recht fitten Mann war es auf jeden Fall machbar. Dennoch zählt es mit zu den anstrengendsten Dingen, die ich je gemacht habe. Auch nicht zu unterschätzen sind die Temperaturen auf dem Gipfel. Bei der Besteigung schwitzt man nicht wenig. Oben angekommen fängt man dann schnell an zu frieren, also auf jeden Fall eine Jacke mitnehmen! Auch die Nacht auf dem Vulkan und der anschließende Sonnenaufgang auf dem Gipfel waren eiskalt, so eine Kälte habe ich noch nie erlebt.

Alle Anstrengungen werden aber am Ende sowas von belohnt! Auf dem Gipfel ist man super nah am Vulkan de Fuego, der fast dauerhaft Lava spuckt und hat so den perfekten Blick auf dieses Naturspektakel.

Diese Art von Tour wird übrigens von mehreren Hostels angeboten. Ich persönlich glaube, dass sich die Touren kaum voneinander unterscheiden. Neben unserem Zeltlager befand sich direkt das eines anderen Hostels. Da die Vulkanbesteigung für viele das Highlight in Guatemala ist, war das Hostel auch etwas teurer. Ein Doppelzimmer kostet ca. 35 Euro, sodass wir in einem 14-Bett-Dorm geschlafen haben, um Geld zu sparen.

Hast du viele andere Touristen gesehen oder ist Guatemala noch eher untouristisch?

Ich hab tatsächlich viele andere Touristen gesehen. Vor allem Antigua, eine alte Kolonialstadt, ist sehr schön und da war schon echt viel los. Auch um den Lago de Atitlán herum gibt es einige Dörfer mit vielen Hostels und Touristen Hotspots.

Ist Guatemala ein sicheres Reiseland? Wie hast du dich gefühlt?

Tatsächlich habe ich mich oft eher unwohl gefühlt. Es kommt natürlich auch auf den Ort an. In Antigua war immer so viel los und auch nachts waren die Straßen nie leer, sodass man sich eher sicher gefühlt hat. Aber wir waren auch im Landesinneren, für das es teilweise auch Sicherheitswarnungen gibt. Da hatte ich vor allem im Dunkeln schon ein bisschen Schiss.

Mit welchen Fortbewegungsmitteln bist du durch Guatemala gereist?

Wir sind nur mit dem Bus gereist bzw. mit so kleinen Minivans, auch Collectivos genannt. Damit ist man oft ewig unterwegs, ich glaube wir haben für 100 km mal 6 Stunden gebraucht. Dafür ist es aber auch spottgünstig! Ich muss aber dazu sagen, dass ich ab und zu echt dachte, dass wir die Fahrt nicht überleben. Die Straßen durch die Berge und die Fahrweise ist echt übel. Wer da große Angst vor hat, sollte sich irgendwie anders durch Land bewegen. Ich kann mir vorstellen, dass Leute mit Reiseübelkeit besser ihre Tabletten mitnehmen. Ich hab damit zum Glück keine Probleme.

Glaubst du man kommt als Veganer in Guatemala gut zurecht?

Ich bin seit ca. einem halben Jahr selbst vegan, habe zum Zeitpunkt meiner Reise aber noch Fleisch gegessen. Ich denke, es sollte aber auf jeden Fall machbar sein. Es gibt überall Märkte mit sehr viel Obst und Gemüse. Aber auch in den Restaurants gibt es viele Gerichte mit Reis, Bohnen, Salat und Avocado. Es wird dort auf jeden Fall viel Fleisch gegessen, wie fast überall in Mittel- und Südamerika. Veganer müssen in Guatemala aber nicht verhungern.

Hattest du Probleme mit Lebensmittelvergiftungen?

Ich muss zugeben, dass ich bei der Ernährung keine besonderen Regeln eingehalten habe und auch mal Salat gegessen habe. Ich hatte zwei Tage lang echt miese Magenprobleme und war außer Gefecht gesetzt. Ich denke es kam vom Whiskey, den wir mit Eiswürfeln getrunken haben.

Würdest du nochmal dorthin reisen und Guatemala weiterempfehlen?

Auf jeden Fall! Ich möchte unbedingt nochmal dorthin und sogar dieselben Sachen nochmal machen. Die positiven Seiten überwiegen dem zeitweise etwas unsicheren Gefühl. Die Natur ist wunderschön und sehenswert.

Also uns hat der Reisebericht von Deniz echt Lust gemacht, Guatemala selber zu erkunden! Wie sieht es bei dir aus? Hast du schon Reisefieber bekommen? Oder hat du Guatemala selber schon einmal bereist? Lass es uns in den Kommentaren wissen 🙂

Safe Travels
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