Vegan in Kolumbien – Pflanzliche Ernährung in Südamerika
Inhaltsverzeichnis
geschrieben von Flo
Folge uns
von Flo
Tipps für vegane Reisende in Kolumbien
Iss viel Obst und Gemüse
Kolumbien hat weltweit das größte Vorkommen verschiedener Obst- und Gemüsesorten, die innerhalb eines Landes angebaut werden. Eigentlich könnte der Beitrag hier schon aufhören, oder? Denn was will ein Veganerherz noch mehr, als das leckerste, saftigste und ausgefallenste Obst und Gemüse, das du je gesehen hast? Aber so einfach machen wir es uns nicht.
Mangos, Papayas, Mangostane, Maracujas, Granadillas, Guaven, Zimtäpfel… die Liste an wunderbarem Obst ist ewig lang. Und das Beste daran: Die Früchte kosten in Kolumbien nur einen Bruchteil von den Preisen in Deutschland. Eine große, reife Mango bekommst du schon für ca. 40 Cent, eine riesige Papaya für unter zwei Euro. Und von den Avocados wollen wir erst gar nicht anfangen! Gefühlt an jeder Ecke steht ein Avocado Verkäufer, der die cremigen Früchte für umgerechnet ca. einen Euro verkauft – und dabei sind sie bestimmt viermal so groß wie die in Deutschland üblichen Hass Avocados. Auch Mangos, frittierte Bananen und Co. werden an den vielen Straßenständen immer angeboten. Zwar sind sie dort etwas teurer, als auf dem Bauern- oder im Supermarkt, aber für den kleinen Hunger zwischendurch kann man einen Euro schonmal entbehren.
Was wir damit sagen wollen: Mach Obst zu deiner Lebensgrundlage als Veganer in Kolumbien. Persönlich haben wir oft den ganzen Tag lang nur Obst gegessen und erst am Abend etwas Gekochtes.
Reis mit Bohnen als Lebensretter
Auf wohl keinem anderen Kontinent der Erde werden so viele Bohnen mit Reis gegessen, wie in Südamerika. Glücklicherweise sind beide Zutaten vegan. Auch in Kolumbien lieben die Menschen die proteinreichen Hülsenfrüchte. Die Supermärkte sind geradezu überfüllt mit verschiedensten Reissorten und Hülsenfrüchten aller Art. Selbst in den kleinsten Dörfern hat der Supermarkt immer eine Auswahl an Bohnen und Reis. Zwar sind Reis und Bohnen alleine natürlich nicht das leckerste Essen, aber im Notfall kann man immer darauf zurückgreifen.
Sag Nein zu Veggie Burgern und anderem Fleischersatz
Leider gibt es in Kolumbien für Veganer nur eine sehr kleine Auswahl an Fleischersatzprodukten. Zwar sind wir grundsätzlich sowieso nicht die größten Fans von stark verarbeiteten Lebensmitteln, manchmal überkommt einen aber einfach die Lust darauf. Du kennst das sicher 😉
Tofu ist in Kolumbien extrem teuer. Zumindest alle Sorten, die wir entdeckt haben. Mit stolzen 4 Euro für 200 Gramm war es uns das einfach nicht wert. Für den gleichen Preis bekommt man im Exito oder Jumbo Supermarkt auch ganze vier vegane Burger-Buletten. Leider schmecken diese nach Hundefutter und wir haben keine drei Bisse davon runterbekommen. Frag jetzt nicht, woher wir wissen, wie Hundefutter schmeckt 😀
Auf Fleischersatz aus dem Supermarkt und Tofu musst du also verzichten, außer du bist bereit, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.
Milchersatzprodukte sind im Vormarsch
Im Gegensatz zum Fleischersatz sind Milchersatzprodukte in Kolumbien immer stärker in den Supermärkten vertreten. Selbst in kleinen Dörfern findet man meist Soja- und Mandelmilch in den Regalen. Zwar kosten Mandelmilch und Co. etwas mehr als in Deutschland, aber mit etwa 2-2,50 Euro sind sie preislich immer noch vertretbar.
Eine Besonderheit, die uns in Kolumbien aufgefallen ist, ist die riesige Auswahl an (Soja-)Milchpulver. Das Pulver verrührst du einfach mit etwas Wasser und schon hast du eine Sojamilch für dein Müsli oder deinen Kaffee. Persönlich haben wir das Pulver nicht ausprobiert. Wenn du Geld sparen und trotzdem nicht auf deine Sojamilch verzichten willst, ist es aber bestimmt eine Alternative. Und wo wir gerade beim Thema Milchersatz und Müsli sind: Haferflocken findest du ebenfalls in allen Supermärkten, allerdings etwas teurer als in Deutschland.
Veganes Essen in Kolumbiens Restaurants
Wir haben nicht schlecht gestaunt, als wir öfter Mal bei Google nach veganen Restaurants in unserer Nähe gesucht haben. Nicht nur in den Großstädten wie Bogotá und Medellín gibt es vegetarische und vegane Restaurants, sondern auch in kleineren Städten wie zum Beispiel Salento. Das hat unser Herz direkt höher schlagen lassen und wir mussten natürlich immer ein bis zwei Imbisse oder Restaurants pro Stadt ausprobieren. Und die Fleischersatzprodukte können sich dort wirklich sehen lassen, im Gegensatz zum Supermarkt. Meistens werden die Burgerpatties aus Bohnen gemacht und das haben die Kolumbianer wirklich drauf. In Medellín haben wir sogar den wohl besten veganen Burger unseres Lebens gegessen!
Wenn du also mal zu faul zum Kochen bist oder keine Lust auf Obst, Reis oder Bohnen hast, wirst du mit Sicherheit immer eine Möglichkeit finden, auswärts vegan zu essen.
Über vegane und vegetarische Restaurants in Bogotá haben wir übrigens auch einen separaten Beitrag verfasst, den du dir unbedingt anschauen solltest!
Vegan in Kolumbien – Unser Fazit
Wie du siehst, ist eine vegane Ernährung in Kolumbien möglich. Wir würden sogar sagen, dass es sehr einfach ist, sich in Kolumbien rein pflanzlich zu ernähren. Die Unmengen an Obst und Gemüse machen es einem wirklich leicht. Wenn du Lust auf Milchersatzprodukte hast, schau einfach im nächsten Supermarkt vorbei. Wenn dir mehr nach Fleischersatz ist, such dir einen netten Imbiss um die Ecke aus. Und ansonsten, iss Obst, Gemüse, Reis und Bohnen was das Zeug hält!
DAS KÖNNTE DIR AUCH GEFALLEN
Fehler: Kein Feed gefunden.
Bitte geh zur Instagram-Feed-Einstellungsseite, um einen Feed zu erstellen.
0 Kommentare