Corona und Reisen – Geht das überhaupt?

Autor Backpackerbuddies Isabelle
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geschrieben von Isabelle

Über mich

Open end Weltreise und dann kam Corona – Wie wird das Virus das Reisen verändern? Wird normales Reisen, so wie wir es kennen, überhaupt noch möglich sein? Fragen über Fragen, die wir und auch viele andere Reisende sich stellen. Zurzeit bleibt es ein Blick in die Glaskugel. Dennoch möchten wir unsere Gedanken mit dir teilen.
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Unsere persönliche Corona Reise Odyssee

Mehr als zwei Jahre haben wir gespart, darauf hingefiebert… ja unser gesamtes Leben auf diese eine Reise ausgerichtet. Es war unser Lebenstraum. Es ist unser Lebenstraum, denn wir haben diesen Traum von der Weltreise trotz Corona noch nicht aufgegeben. Wir haben uns scheinbar nur den falschen Zeitpunkt ausgewählt. Pech gehabt.

Unsere open end Weltreise startete am 08. Januar 2020 in New York City. Als wir ins Flugzeug stiegen hatten wir keine Ahnung, dass wir nur zwei Monate später wieder zuhause bei unseren Eltern auf der Matte stehen würden. Es sollten eigentlich mindestens zwei Jahre werden.

Nachdem wir zwei Monate durch Kolumbien gereist sind, kam im März 2020 dann die Hiobsbotschaft: unser Weiterflug nach Peru inklusive der gesamten 4-Wochen-Reise, die wir vorgebucht hatten, ist abgesagt. Wir kommen nicht ins Land rein. Als Individualreisende ohne Reiseveranstalter hatten wir natürlich schlechte Karten auch nur einen Cent der gebuchten Leistungen wiederzusehen. In Kolumbien machte sich das Gerücht breit, dass auch dort die Landesgrenzen bald geschlossen werden und die Gefahr besteht, dass wir dann im Land eingesperrt sind. Eine kurze E-Mail unserer Auslandskrankenversicherung, dass unser Versicherungsschutz aufgrund der internationalen Reisewarnung nun erlischt, gab uns den Rest. Wir buchten einen überteuerten Flug zurück nach Deutschland. Es war einer der letzten offiziellen Linienflüge, die das Land verlassen haben.

Wir möchten uns an dieser Stelle gar nicht groß ausheulen. Es geht nicht immer nur bergauf im Leben und alles passiert mit Sicherheit aus einem bestimmten Grund. Es gibt definitiv schlimmere Schicksale, als seine Weltreise abbrechen zu müssen. Dennoch hat Corona unser persönliches Leben und unsere Zukunft einmal komplett auf den Kopf gestellt. Täglich wachen wir mit vielen Fragen im Kopf auf. Wie soll das nur weitergehen?

Ist Reisen zu Corona Zeiten egoistisch?

Die einen nennen Reisen in Zeiten von Covid-19 egoistisch und unverantwortlich. Die anderen möchten sich unter keinen Umständen in ihrer Freiheit einschränken lassen. Das Pro Argument, warum Reisen in der jetzigen Zeit egoistisch ist, liegt auf der Hand: Reisende könnten das Virus verbreiten und von Land zu Land tragen. Auf dem Reiseweg sitzt man in engen Fliegern, Bussen & Co. und sollte man das Virus in sich tragen, steckt man auf dem Weg diverse Leute an. Uncool.

Andererseits profitieren viele Länder und Menschen auch vom Tourismus. Für viele Leute ist der Tourismus sogar die einzige Einnahmequelle. Ohne Touristen keine Arbeit und entsprechend kein Lohn. Auch uncool.

Ob es bei dieser Frage ein komplett richtig oder falsch gibt, wissen wir nicht. Wir möchten auch niemanden verurteilen und sind uns selbst nicht so sicher, auf welcher Seite wir stehen.

Wie sicher ist Reisen in Covid-19 Zeiten überhaupt?

Eine Frage, die vielleicht nicht unbedingt objektiv beantwortet werden kann. Wir fragen uns, wie groß die Gefahr, der wir uns bei einer Weltreise aussetzen würden, wirklich ist. Besonders beim Reisen als Backpacker ist es kaum möglich, Mindestabstände einzuhalten. Man braucht nur an Flüge, Bahn- und Busfahrten und Hostels denken. Wir können uns unmöglich vorstellen, dass wir uns dabei sicher fühlen.

Und was, wenn man sich tatsächlich ansteckt, und dann in einem Land oder Ort mit schlechter Gesundheitsversorgung festhängt? Gerade in dieser Zeit ist es ein Privileg, in Deutschland zu leben und von einem der besten Gesundheitssysteme weltweit zu profitieren. Ist es nicht dumm, dieses Privileg freiwillig aufzugeben?

Geschlossene Grenzen, Zwangsquarantäne & Co.

Okay, angenommen man entscheidet sich dafür, trotz Corona eine Weltreise anzutreten. Die gesundheitlichen Bedenken mal außen vor. Aber was passiert, wenn man unterwegs ist und plötzlich die Grenzen dicht machen und man nicht mehr rauskommt bzw. nicht in das nächste Reiseland einreisen darf? Die eventuelle Zwangsquarantäne könnte auch zum Problem werden. Wenn man zum Beispiel Mietwagen und Unterkünfte vorbucht und sich das Land dann entscheidet, dass man nun erstmal für 14 Tage nach Ankunft im Hotel bleiben muss. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass man bei zukünftigen Reisen immer einen 14 Tage Puffer einplanen muss, bevor die eigentliche Reise losgeht?

Und wann und wie spontan sollte man überhaupt Buchungen tätigen? Wie soll man das Risiko einschätzen, ob Flüge kurzfristig gecancelled werden. Bleibt man auf den Kosten sitzen? Das alles hängt auch immer von mehreren Faktoren ab, die man selbst null einschätzen oder beeinflussen kann: werden Ländergrenzen kurzfristig gesperrt, geht die Airline pleite etc.

Wird das Reisen in Zukunft teurer?

Auch eine gute Frage, die sich sicherlich besonders die Budget-Reisenden stellen. Wenn in Flugzeugen immer ein Platz pro Reihe freigelassen werden muss, wie soll das zu Billigpreisen noch möglich sein? Dass Fliegen generell teurer wird, ist der Umwelt zuliebe vielleicht ja gar nicht so schlecht. Bleibt dennoch fraglich, ob es einen extremen Preisanstieg geben wird. Wir werden hierzu ein Update geben, sobald wir die Lage länger beobachtet haben.

Macht das Reisen so überhaupt noch Spaß?

Die alles entscheidende Frage, die jeder für sich persönlich entscheiden muss: macht dir das Reisen unter den ganzen genannten Umständen überhaupt noch Spaß?

Wir lieben das Reisen besonders, weil wir gerne neue Kulturen kennenlernen. Im Homestays oder Airbnbs übernachten und Kontakt zu Einheimischen suchen. Wir reisen gerne authentisch, auch mal mit dem Dorfbus durch Kolumbien und probieren Essen an Straßenständen. Wie soll unsere geliebte Art zu reisen mit dem Coronavirus möglich sein? Wir haben große Zweifel und kommen in unseren Überlegungen oft zu dem Entschluss, dass wir das so nicht möchten.

Aber was ist die Alternative? Die große Frage, die uns keiner beantworten kann. Wir haben immer noch Hoffnung auf ein unerwartetes, gutes Ende. Ob das ein Impfstoff ist, ein Wundermittel oder ein plötzliches Aussterben der Krankheit. Naiv würde es der ein oder andere vielleicht nennen, aber wir sind positive Menschen und die Zukunft oder das Schicksal werden es schon regeln.

Bleib gesund und wir melden uns, sobald es Updates gibt!

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